Lichtgeschwindigkeit und Raumfahrt

Hinweis:

Der folgende Text setzt das im Buch „Wo bleibt die Zukunft? – Physik für Unzufriedene“ eingefuehrte begriffliche Fundament des ELEA-Modells voraus. Dort werden zentrale Konzepte wie zeitliche Existenzdichte, diskrete Ortsaktualisierung, Energie als Musterbildung sowie der emergente Charakter klassischer Groeßen (Raum, Zeit, Geschwindigkeit, Traegheit) ausfuehrlich und in nachvollziehbarer Form entwickelt.

Die nachfolgende Darstellung knuepft unmittelbar an diese Grundlagen an und verzichtet daher auf eine erneute Einführung der Begriffe.

Im ELEA-Modell bildet das Photon als vierdimensionaler kugelfoermiger Raum ohne Oberflaeche die Grundform von Energie ab, wobei es in seiner Ortsveraenderung aus zwei Anteilen bestehen:

  1. zeitlicher Existenzdichte (potenzieller Anteil = Mehrfachbesetzung gleicher Orte)

  2. und diskreter Ortsaktualisierung (kinetischer Anteil = Ortsspruenge in Nullzeit)

Die Lichtgeschwindigkeit ergibt sich in diesem Modell nicht als absolutes Axiom oder kosmische Obergrenze, sondern als ein optimales Verhaeltnis dieser beiden Energieanteile. Photonen bilden ein energetisch stabiles Muster, bei dem die zeitliche Dichte und die Rate ihrer diskreten Ortsveraenderungen in einem ausgeglichenen Verhaeltnis stehen.

Dieses Verhaeltnis ist invariant – dadurch erscheint die Lichtgeschwindigkeit als Konstante, ohne dass sie als eine ontologisch grundlegende Groesse angenommen werden muesste.

Schwingung zwischen beiden Anteilen

Auf der elementaren Ebene liegt zum Photon eine fortlaufende Schwingung vor:

Diese Schwingung der beiden Anteile von Energie ist selbsttragend und energiekonservierend. Ihr makroskopischer Ausdruck ist eben die Lichtgeschwindigkeit. - Damit gilt: Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist nicht absolut im Sinne eines Postulats, sondern ist das Resultat eines stabilen Energiemusters.


Geschwindigkeit als nicht-originaere Groesse

Da das ELEA-Modell keine kontinuierliche Raumzeit als ontologische Grundlage der Existenz kennt, existiert auf der fundamentalen Ebene keine primaere Definition von „Geschwindigkeit“.

Geschwindigkeit entsteht im ELEA-Modell als emergente Makrogroesse, wenn viele diskrete Ortsaktualisierungen statistisch glatt werden. Daher kann eine Grenze wie „c“ im ELEA-Modell streng genommen nicht fundamental sein, da sie auf einer Groesse beruht, die nicht originaer, sondern abgeleitet ist.


Die Ueberlichtgeschwindigkeit und die Aufgabe des Bewegungsbegriffs

Ein Ueberschreiten der Lichtgeschwindigkeit ist im klassischen Bewegungsbegriff unmoeglich. Dieser Begriff setzt voraus:

Da all dies im ELEA-Modell nicht fundamental ist, sondern als Emergenz entsteht, gilt: Eine Ueberlichtgeschwindigkeit ist auf fundamentaler Ebene nicht verboten, weil der Begriff der Geschwindigkeit dort nicht einmal definiert werden kann.

Anders gesagt: Eine Entitaet kann groessere diskrete Ortsveraenderungen in der immer unveraenderten Grundfrequenz des abbildenden Seins aufweisen, ohne dass dabei eine Geschwindigkeitsgrenze verletzt wird. Schlicht, weil der Begriff einer Geschwindigkeit im fundamentalen Bereich nicht existiert.


Der freie Fall als Sonderzustand

Der freie Fall ist im ELEA-Modell der einzige Zustand, in dem keine zusaetzlichen zeitlichen Dichten erzeugt werden, weil er keine beschleunigte Ortsveraenderung abbildet, sondern die Forderung der Gravitationskonstante erfuellt, dass der Uebergang von potentieller in kinetische Energie beschleunigt zu erfolgen hat. - Ein wichtiger Unterschied!

Daraus folgt:


Der freie Fall - seine Herleitung

Wenn der Zustand des freien Falls - eine beschleunigte Ortveraenderung ohne  Auftreten von Traegheit - wie eben gezeigt eine Voraussetzung von echter Raumfahrt ist, fragt es sich, wie man diesen Zustand technisch erzeugen koennte. Im Rahmen des ELEA-Modells wurde dazu 2015 eine Patentanmeldung eingereicht, die vom DPMA als "Meilenstein", eingestuft wurde. Im Einzelnen:

Das technische Erzeugen eines beliebig richtbaren freien Falls setzt prinzipiell voraus, dass die Ursache von Gravitation bekannt ist. Das war sie fuer mich 2015 noch nicht. In meinen Buch zum ELEA-Model von 2024, "Wo bleibt die Zukunft", entwickle ich jedoch eine Hypothese, die auf die fruehen Gedanken Albert Einsteins zurueckgreift, dass die Traegheit auf einer Steigerung von Energiedichte beruht, die durch Strahlung uebertragbar sein koennte.

Diese Idee verfolgte Albert Einstein nicht weiter, da er sich auf eine Herleitung von Gravitation konzentrierte, die sich auf die Annahme einer durch Energie (Masse) verformbaren Raumzeit stuetzte.

In meinem Buch zeige ich, warum und wie aus einer Zustandsrotation im Mikrokosmos, bei der Winkel nicht in der Form einer Drehbewegung ueberstrichen, sondern analog zu den Translationen in Nullzeit uebersprungen werden, zeitliche Dichten entstehen.

Da aus im Buch dargelegten Gruenden Zustandsrotationen im Mikrokosmos ein Potential frei bleibender, mithin zufallsbedingter Wahl der Achsen mit sich bringen, kann die Emergenz solcher Zustandsrotationen fuer den Makrokosmos eine Strahlung sein, deren Aufbau eben diesen Zufall in der Achsenwahl widerspiegelt.

Man hat es dann mit einer Strahlung zu tun, die zwar andere Entitaeten im Mikrokosmos zu einer kohaerenten Zustandsrotation anregen kann, dabei aber nicht aufgenommen wird. Sie bleibt erhalten und kann auch nicht abgeschirmt werden, aber sie kann einen energetischen Ausgleich "verlangen", dadurch, dass sie eine Ortsveraenderungen "will", die auf  die Ursache der Strahlung gerichtet ist.

Begriffe wie "verlangen" und "wollen" haben in einer Gravitationsphysik selbstverstaendlich keinen festen Platz. Sie werden diese Platz denn auch im dem Moment aufgeben, da aus den gezeigten Grundlagen ein Raum entworfen werden kann, dessen Struktur Objekten, die der angesprochenen Strahlung unterliegen, eine Vorzugrichtung in ihrer energieausgleichenden Ortsveraenderung geben. - Einstein neu verstanden.

Erste Konsequenzen

Wenn Geschwindigkeit keine Funktion von Ortsveraenderung, sondern lediglich emergent ist, dann gilt die Lichtgeschwindigkeit nur fuer Systeme, die dem Bewegungsparadigma folgen. Die Lichtgeschwindigkeit als unuerschreitbare Grenze gilt nicht fuer Ortsveraenderungen, die frei sind von Bewegung und Bahnkurven, frei von zeitlichen Dichten und Traegheit.

Damit entsteht prinzipiell die Moeglichkeit zu einer Raumfahrt, die nicht durch das klassische c-Gebot begrenzt ist. Diese Raumfahrt verletzt nicht die klassische Physik, sondern verlaesst nur nur deren emergente Form einer Bahnbewegung mit einer Geschwindigkeit. Gleiches gilt fuer das Auftreten von Traegheit.

Traegheit ist emergente Form der Mehrfachbesetzung gleicher Orte in der Ortsveraenderung. Sind die Voraussetzungen fuer eine Ortsveraenderungen gegeben, die im Ergebnis fuer eine Ueberlichtgeschwindigkeit spraechen, erfolgen alle Manoever prinzipiell frei von Traegheit.


Sobald ein Objekt Bedingungen erfuellt, die die vorgenannten Bedingungen fuer einen Zustand des Freifalls wieder aufheben, tritt Traegheit instantan auf. Da zuvor aber kein Bewegungsvektor existierte, kann die der Traegheit entsprechende zeitliche Dichte nicht verteilt werden. Die Traegheit wird sich daher auf einen minimalen Raum konzentrieren. Aus diesem Grund wird ein Objekt, das aus dem im Ergebnis ueberlichtschnell erscheinenden Zustand des Freifalls herausfaellt, zu einem ultradichten Querschnitt seiner Existenz zusammenfallen.

Nicht als Folge mechanischer Kompression, sondern als Folge der  Rueckkehr zu einer klassischen Bewegungsontologie mit spontaner Abbildung extremer zeitlichen Dichte als Ursache von Traegheit. Das Ergebnis waere eine Verdichtung, wie sie aehnlich unter Einfluss extremer Gravitation anzunehmen waere.

Der Effekt koennte in der Zukunft als Technologie nutzbar sein, z.B. fuer Materialverdichtung.